Liebe Eltern,
ich freue mich, dass Sie sich für meine Kindertagesstelle „Kinderzimmer Dobritz“ interessieren, und möchte das Konzept und mich kurz vorstellen.
Ich wende mich an alle Eltern, die eine liebevolle, individuelle und bedürfnisorientierte Betreuung für ihre Kinder im Alter zwischen 10 Monaten und 3 Jahren suchen.
Gerne integriere ich Kinder mit besonderem Förderbedarf.
Durch die kleine Gruppe von bis maximal 5 Kindern besteht die Möglichkeit, auf jedes Kind individuell einzugehen und es optimal zu fördern.
In meiner Kindertagespflege ist jedes Kind einzigartig und besonders und wird als solches wertgeschätzt und liebevoll angenommen.
Gerade die ersten Jahre sind für die gesamte Entwicklung prägend.
Bindungen entstehen und entwickeln sich und sind von nachhaltiger Bedeutung.
Durch eine, dem Kind angemessene Erziehung/Begleitung und Betreuung außerhalb der Familie, können die Kinder andere und ergänzende Erfahrungen sammeln.
Die Erziehung in der Tagespflege soll und kann nur eine Ergänzung und Begleitung zur Familienerziehung sein, niemals ein Ersatz.
Deswegen lege ich großen Wert auf eine ausführliche Kommunikation und einen Austausch mit den Eltern, da Sie als Eltern auch ein gutes Gefühl haben sollen.
Ich bin Manuela Hoeltzel, Mutter von zwei Kindern, staatlich anerkannte Erzieherin und qualifizierte Kindertagespflegeperson. Im Jahr 1989 habe ich meine Ausbildung zur Krippenerzieherin abgeschlossen, und später die Anpassungsqualifizierung zum Erzieher absolviert und war über 25 Jahre in diesem Beruf tätig. Seit 5,5 Jahren arbeite ich in der Kindertagespflege, weil mir die individuelle Begleitung, Förderung und Stärkung der kleinen Persönlichkeiten besonders am Herzen liegt.
Ich freue mich, mit den mir anvertrauten Kindern den Tag verbringen zu können. Es ist mir ein Bedürfnis, jedes Kind individuell wahrzunehmen und zu begleiten.
Die regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen ist eine Selbstverständlichkeit. Darunter ist der Erste-Hilfe-Kurs für Kleinkinder und Säuglinge.
Eingewöhnung
In der Eingewöhnung arbeiten wir zusammen, um ihr Kind an uns beide als neue Bezugspersonen zu gewöhnen. Die Eingewöhnung gestalten wir nach den Richtlinien des „Berliner Eingewöhnungsmodells“ (in der Anlage)
Das erste Treffen findet noch vor der eigentlichen Eingewöhnung statt. Da lernen wir Sie und Sie uns kennen und tauschen uns schonmal über die Eingewöhnung aus. Wir freuen uns, wenn Sie da schon Ihre Fragen mitbringen.
Es ist uns sehr wichtig, dass diese Zeit an die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst wird. In der Regel ist es die erste Trennung von Mama und Papa, und durch eine gelungene Eingewöhnung wird ihr Kind jede weitere Trennung gut verarbeiten.
Kosten
Für die Kindertagespflege fällt der Elternbeitrag wie in einer städtischen Einrichtung an.
Elternbeiträge | Kindertagesbetreuung | Landeshauptstadt Dresden
Lage und Ausstattung unserer Kindertagesstelle
Die Kindertagesstätte befindet sich in Dresden Dobritz, auf der Wilhelm-Liebknecht-Straße 93, 01157 Dresden.
Sie ist bequem mit der S-Bahn bis Dresden Dobritz, den Buslinien 65 und 86 und der Straßenbahnlinie 1 oder mit dem Auto zu erreichen.
Parkplätze sind im ausreichenden Maß vorhanden.
Unsere räumlichen Bedingungen:
Die Kinder können sich über ca. 62 qm wunderschön und liebevoll eingerichtete Räume im Erdgeschoss freuen.
Tagesablauf
Wir legen Wert auf einen geregelten Tageslauf, er hat einen großen Einfluss auf die optimale Entwicklung des Kindes. Er gibt ihnen Sicherheit, Orientierung, das Gefühl der Geborgenheit und Halt.
Uhrzeit / Aktivität
07:30 – 09:30 Zeit des Ankommens und freies Spielen
07:30 – 08:30 gemütliches Frühstücksangebot
09:00 – 11.15 Begrüßungsrunde, Morgenkreis
Freispiel, Ausflüge, angeleitete Bildungsaktivitäten
11:15 – 12:00 Mittagsessen mit anschließender Zahnpflege
12:00 – 14:00 Mittagsritual Geschichte und Schlaflied – Mittagsschlaf
14:30 – 15:00 Gemeinsame Zwischenmahlzeit
15:00 – 16:30 Abholphase und parallel stattfindendem Freispiel
Rituale
Rituale sind nicht nur für uns Erwachsene wichtig, sondern sogar noch wichtiger für kleine Kinder. Sie helfen ihnen, sich geborgen zu fühlen und regen das Gedächtnis und Denkvermögen an.
Wichtig ist uns da schon die persönliche Begrüßung am Morgen, der Tischspruch, das gemeinsam eingenommene Essen und der tägliche Morgenkreis, aber auch wiederkehrende Regeln, z.B. das Aufräumen.
Regeln
Spielzeug, das von zuhause mitgebracht wird, dürfen alle Kinder nutzen.
Auch mitgebrachte Snacks, Obst, etc. teilen wir mit allen Kindern, unter Beachtung von Unverträglichkeiten oder Elternwünschen.
Gegessen und getrunken wird nur am Tisch und nur im Sitzen.
Vor dem Essen wird aufgeräumt und die Hände gewaschen
Bildungsauftrag
Wir arbeiten nach dem sächsischen Bildungsplan
Körper, Bewegung und Gesundheit
Hier geht es uns vor allem um das Wohlbefinden der Kinder, wir achten immer darauf, dass die Bedürfnisse der Kinder erfüllt werden. Nur dann ist Entwicklung möglich.
Die motorischen Fähigkeiten des Kindes fördern wir unter anderem, dass wir den Kindern möglichst viele Gelegenheiten zur Bewegung und zum Erkunden geben. Nicht nur im Freien auch durch Musik und Tanz und Bewegungsspiele, malen, kneten schneiden und basteln. In unserem Hof besteht für die Kinder auch ausreichend Platz, um sich auszuprobieren.
Wir unternehmen mit den Kindern auch Spaziergänge und besuchen die Spielplätze, die es in der Umgebung reichlich gibt, um dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder freien Lauf zu lassen. Wir lassen Kinder selbst herausfinden, wofür sie bereit sind, und beschränken ihre Bewegungsfreiheit nicht. Je nach Situation greifen wir erst da ein, wenn es für die Kinder gefährlich wird.
Für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes ist die gesunde Ernährung von großer Bedeutung.
Wir verfügen über eine große Wohnküche, wo wir gemeinsam mit den Kindern das Essen vorbereiten und kochen. Wir verwenden vorzugsweise biologische, frische, regionale und gesunde Lebensmittel.
Zum Körper gehört auch die Hygiene, hier führen wir die Kinder an selbständige Hände waschen und Zähne putzen heran. Den Töpfchen- oder Toilettengang begleiten wir individuell mit den Kindern.
Unsere Räume
Unsere Räume werden wir wie folgt nutzen.
Spielzimmer und Schlafraum: Diesen Raum nutzen wir doppelt. Hier ist die Möglichkeit zu klettern, hüpfen, fahren …
Vor dem Schlafen wird nochmal gelüftet und dann werden die Schlafkörbchen hingestellt. Die Schlafkörbchen haben verschiedene Größen, für größere Kinder ist das Bettchen oder auch Schlafmatten.
Das Bett nutzen wir, wenn ein Kind mehr Sicherheit benötigt.
Gerne gehen/krabbeln die Kinder allein in ihr Nestchen und kommen auch wieder raus, wenn sie munter sind.
Spielzimmer
Das ist das Spielzimmer: Hier sind Bausteine, Puppe, Musikinstrumente, Autos, Bücher …
Foto 1
Foto 2
An diesem Tisch können Kinder kneten, gerne mit Salzteig. Aber auch puzzeln, malen, Bücher anschauen …
Besonders freuen wir uns über die Wohnküche.
Foto 3
Ein großer Ess-, Bastel- und Maltisch hat in unserer Küche Platz, sodass wir unsere Mahlzeiten zusammen vorbereiten und einnehmen können. Sehr wichtig sind uns die gesunde Ernährung und frisches, selbst gekochtes Essen, wobei die Kinder mit einbezogen werden.
Aber auch die Kinderküche wird gerne bespielt.
Bastelarbeiten werden auch am Küchentisch gemacht.
Schaukeln ist bei Kindern sehr beliebt, dafür haben wir unsere Indoor-Schaukel. Sie wird gerne und oft genutzt.
Unser Bad ist kinderfreundlich gestaltet.
So hat jedes Kind sein eigenes Fach für Windeln und Wechselwäsche, sein eigenes farblich gekennzeichnetes Handtuch und natürlich auch für jedes Kind ein Töpfchen.
Wir haben eine Waschmaschine und auch eine Wanne, die es uns ermöglicht, Kinder auch unkompliziert zu duschen.
Auf der Rückseite des Hauses steht uns eine große Freifläche zur Verfügung.
Wir können diese für verschiedene Spielmöglichkeiten nutzen, z.B. für unser Outdoorküche für die Lauf- und Fahrräder, Bälle…
Und wir können mit natürlichen, jahreszeitlichen Materialien spielen.
In der näheren Umgebung stehen uns Spielplätze zur Verfügung, so auch ein großes, im Boden eingelassenes Trampolin.
Spiel und Kommunikation
Kinder erobern die Welt mit allen Sinnen.
Daher bieten wir den Kindern ganzheitliche Sinneserfahrungen an. Durch ein vielfältiges Angebot und unterschiedliche Materialien wie Holz, Sand, Wasser etc., Spaziergänge und Ausflüge möchten wir den Kindern eine Möglichkeit geben, umfangreiche Erfahrungen zu sammeln.
Wir legen dabei großen Wert darauf, den Kindern eine sprach-anregende Umgebung anzubieten, mit z. B. Fingerspiele, Bilderbücher oder Liedern. Jedes Kind bekommt bei uns ausreichend Gelegenheit, sich sprachlich zu äußern. In Gesprächsrunden äußern die Kinder ihre Ideen, geben das Erlebte wieder, stellen ihre Fragen. Sehr wichtig finden wir außerdem, den Alltag der Kinder mit der Sprache zu begleiten, alles, was wir machen, sehen, schmecken, zu benennen und zu besprechen.
Dabei achten wir besonders auf die eigene Sprache, da wir Vorbilder für die Kinder sind.
Mit uns dürfen die Kinder erleben, wie viel Freude Musik macht. Es wird bei uns getanzt, gereimt und gespielt. Mithilfe einfacher Musikinstrumente machen wir Musik und lernen dabei, zuzuhören, zuzuschauen, nachzumachen und selbst zu spielen.
Kinder sind ja von Natur aus kleine Künstler, jedes Bild, das sie gemalt, gestaltet haben, ist ein kleines Kunstwerk. Die Kinder die Möglichkeit, verschiedene Materialien wie z. B. Kleister, Farben, Naturmaterialien, die wir teilweise zusammensammeln, kennenzulernen und damit zu experimentieren.
Durch die Beobachtung der Kinder finden wir heraus, was sie für den nächsten Entwicklungsschritt brauchen und helfen ihnen bei Interaktionen und sozialen und emotionalen Erfahrungen.
Wir arbeiten mit Gefühlskarten, dass jedes Kind spielerisch seine Gefühle kennenlernt und benennen kann.
Warum das Spiel für Kinder so wichtig ist:
Wenn Kinder spielen, bedeutet das auch immer, dass sie lernen. Es ist wichtig, dass Kinder Zeit haben, um zu spielen – ganz egal ob allein oder mit anderen, ob mit oder ohne Spielzeug, ob draußen oder drinnen. Kinder haben ein Recht darauf zu spielen. Ihre Kreativität wird dabei gefördert, genauso wie soziale und emotionale Kompetenzen. Im Spiel erleben Kinder eigene Grenzen, erfahren Herausforderungen und wachsen über sich hinaus.
Im Spiel eignen sich die Kinder die Welt an. Sie treffen selbstbestimmt Entscheidungen und bestimmen selbst, wann und mit wem sie spielen möchten. Dabei können sie ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen folgen. Für Erwachsene ist die Sinnhaftigkeit des Spiels von Kindern oft nicht nachvollziehbar. Aber das muss sie auch gar nicht. Kinder entdecken jeden Tag etwas Neues, etwas, was sie noch nicht kennen, was sie noch nie gesehen, gehört oder gespürt haben.
Durch das Spiel nehmen Kinder nicht nur unterschiedliche Phänomene wahr und finden Antworten auf ihre Fragen, sie nehmen sich auch selbst und ihre eigenen Fähigkeiten wahr und erleben sich als selbstwirksam. Im Spielen gehen sie eigenen Interessen nach, sie machen selbstständig Erfahrungen, testen Grenzen aus und suchen und bewältigen Herausforderungen. Spielen, ob allein oder mit anderen, mit Spielzeug oder ohne, in der Natur oder im Kinderzimmer, spielen bedeutet für die Kinder auch immer, zu planen, zu denken, zu reden, zu probieren, zu entdecken und zu lernen!
Beim Spielen mit anderen erlernen Kinder wichtige soziale Kompetenzen. Durch das gemeinsame Spiel und damit verbundene gemeinsam Interesse kommen Kinder überhaupt in Kontakt mit anderen Kindern. Sie erleben Freundschaft, sicherlich auch ab und zu Streit aber eben auch Versöhnung. Sie profitieren voneinander, sie lernen sich abzusprechen und Kompromisse einzugehen, sie handeln gemeinsam Regeln aus und lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Durch das gemeinsame Spielen erleben Kinder auch andere Kinder, die älter oder jünger sind, die vielleicht eine andere Sprache sprechen oder aus einer anderen Kultur kommen, die unterschiedlichen Geschichten und familiäre Hintergründe, ein anderes Geschlecht haben, die körperlich beeinträchtigt sind oder besondere Bedürfnisse haben. Im Spiel setzten sie sich aktiv mit der Lebenswelt anderer Kinder auseinander, sie lernen Rücksichtnahme und Verständnis und erfahren es gleichermaßen.
Es reicht, wenn man Kindern einmal dabei zusieht, wie sie im Spiel versinken. Wie sie sich ihrer eigenen Fantasie hingeben, wie viel Freude sie allein aber auch mit anderen dabeihaben. Aber auch wie konzentriert sie sich dabei die Welt aneignen und Fähigkeiten und Kompetenzen erweitern. Man wird auch beobachten mit wie viel Neugier und Begeisterung sie spielen und neue Herausforderungen annehmen und mit wie viel Mut und Elan sie eigene Grenzen austesten. Beim „Mensch, Ärgere dich nicht!“, Versteckspiel oder Plantschen und auch beim Rollenspiel, Klettern und Turmbau haben Kinder nicht nur Spaß, sondern sie wachsen buchstäblich über sich hinaus.
Warum Spielen so wichtig für Kinder ist • FRÖBEL PädagogikBlog (paedagogikblog.de)
Natur und Zahlen
Wir sind viel und gerne mit den Kindern in der Natur, die meisten Erfahrungen sammeln Kinder im alltäglichen Ablauf.
Die Jahreszeiten, das Wetter, Blumen oder Früchte, große und kleine Tiere, all das ist geeignet, um mit den Kindern in einen Austausch zu kommen. Wir beobachten, können wahrnehmen und erklären.
Kinder begegnen Zahlen und Mengen ständig in ihrem Alltag, nur bewusst es ist uns nicht immer. Spielerisch können die Kinder bei uns die ersten mathematischen Erfahrungen sammeln, wie das Erkennen von Formen, Mustern und Strukturen. Dabei brauchen sie nicht einmal rechnen zu können. Wir vergleichen Mengen miteinander, klassifizieren unterschiedlichste Materialien nach Farbe, Gewicht, Form und Größe.
Und das alles passiert im Alltag, beim Kastanien sammeln, Tiere beobachten oder auch beim Puzzeln.
Zusammenarbeit mit Eltern und Kooperation mit Outlaw als Fachberatung
Wie schon erwähnt sollen Sie sich als Eltern auch mit und bei uns wohlfühlen. Wir freuen uns über konstruktive Kritik und Anregung. In den Austausch kommen wir täglich, planen gerne Elterngespräche.
Von Outlaw, als unsere Fachberatung bekommen wir Unterstützung, aber auch Sie als Eltern können sich bei Fragen da melden. Outlaw ist unter 0351 3120620 zu erreichen.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen unter 0172 7990366, oder MaGi.Kinderzimmer@gmx.de gerne zur Verfügung.
Anlage
Das Berliner Eingewöhnungsmodell
• 3 Tage Grundphase
Die Mutter/der Vater kommt mit dem Kind zusammen zur Tagesmutter (möglichst immer zur gleichen
Zeit), bleibt ca. 1 Stunde und nimmt danach das Kind wieder mit nach Hause
Wichtig für die Eltern
Sie sollten sich eher passiv verhalten, das Kind auf keinem Fall drängen, sich von ihnen zu entfernen.
Sie sollten akzeptieren, wenn das Kind ihre Nähe sucht. Die Aufgabe der Eltern ist es, ein Sicherer Hafen zu sein. Sie sollten möglichst nicht lesen, simsen oder mit anderen Kindern spielen, das Kind muss das Gefühl haben, dass die Aufmerksamkeit der Eltern jederzeit da ist. Eltern sollten wickeln, füttern und trösten.
Wichtig für die Tagesmutter
Vorsichtige Kontaktaufnahme, ohne zu drängeln. Am besten über Spielangebote oder Beteiligung am Spiel des Kindes. Beobachtung des Verhaltens von Mutter und Kind. In den ersten 3 Tagen kein Trennungsversuch!!!
• 4. Tag Trennungsversuch
(wenn es ein Montag ist, erst am 5.Tag)
Ziel: Vorläufige Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnungsphase: Einige Minuten nach der Ankunft verabschiedet sich die Mutter/ der Vater vom Kind, verlässt den Raum und bleibt in der Nähe.
Die Reaktionen des Kindes sind der Maßstab für die Fortsetzung oder den Abbruch dieses
Trennungsversuches: Reagiert das Kind eher gleichmütig und ist weiter an seiner Umwelt interessiert kann die Trennung bis zu einer halben Stunde ausgedehnt werden. Auch wenn das Kind weint, sich aber von der Tagesmutter beruhigen lässt.
Reagiert das Kind verstört, erstarrt oder weint untröstlich, muss die Mutter sofort zurückgeholt werden. Eltern sollten sich immer vom Kind verabschieden.
• Stabilisierungsphase
Ab dem 4. Tag versucht die Tagesmutter von der Mutter die Versorgung des Kindes zu übernehmen:
Füttern, Wickeln, sich als Spielpartner anbieten. Die Mutter überlässt es der Tagesmutter auf die Signale des Kindes zu reagieren. Die Mutter springt nur ein, wenn das Kind die Tagesmutter nicht akzeptiert. Nur wenn das Kind sich beim Trennungsversuch am 4.Tag von der Tagesmutter trösten ließ, bzw. gelassen auf die Trennung reagiert, sollte die Trennungszeit am 5.Tag ausgedehnt werden. Am 5. und 6.Tag ist es notwendig, dass die Mutter in erreichbarer Nähe bleibt und bei Bedarf geholt werden kann. Wenn sich das Kind am 4.Tag nicht trösten ließ, sollte die Mutter am 5. und 6.Tag wie vorher auch anwesend sein. Je nach Verfassung des Kindes wird am 7.Tag ein erneuter Trennungsversuch gemacht.
•
• Schlussphase
Die Mutter hält sich nicht mehr bei der Tagesmutter auf, ist aber noch jederzeit erreichbar.
Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind die Tagesmutter als sichere Basis akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Kind gegen den Weggang der Mutter/Vater protestiert (Bindungsverhalten zeigt), sich aber von der Tagesmutter trösten lässt und in guter Stimmung spielt.
Unzureichende Eingewöhnung kann zu anhaltender Trennungsangst, Verlustangst, sozialem Rückzug o.a. Verhaltensauffälligkeiten führen.
Fehlende Eingewöhnung erhöht die emotionale Belastung und führt evtl. zu vermehrter Erkrankungsrate.
Sollte sich zeigen, dass die Eingewöhnung nicht zufriedenstellend geglückt ist, ist es sinnvoll einige Tage (oder auch Wochen) die Betreuung nicht in Anspruch zu nehmen und dann wieder von vorn (Grundphase) zu starten.